Der
nachfolgend publizierte Text wurde in der werbefreien und kostenlos
zu benutzenden online Enzyklopädie
WIKIPEDIA unter der Lizenz "Creative Commons Attribution/Share
alike" für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben
zu dieser Lizenz finden Sie hier.
Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Endoprothesen bei
Gelenkarthrose publizierten Text auch hierabrufen. Angaben zu
früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des Beitrags finden
Sie hier.
Das Info-Netzwerk Medizin 2000 unterstützt seit Jahren
die Forderung vieler Orthopäden und Patientenverbänden nach der Einrichtung
eines nationalen Endoprothesenregisters. Eine derartige Institution ist
im Zusammenhang mit Totalendoprothesen des Knie- und Hüftgelenks für eine
praxisnahe Qualitätskontrolle vor, während und nach den Operationen unbedingt
erforderlich. Die Etablierung eines nationalen Endoprothesenregisters
wurde viele Jahre lang von interessierter Seite durch eine von der Sache
her überflüssige Diskussion der angeblichen Vor- und Nachteile hinausgezögert.
Seit dem Jahr 2011 gibt nun das geforderte Endoprothesenregister, das
jetzt auch über eine eigene Website verfügt.
Die Wochenzeitung DIE ZEIT hat ausführlich über das Endoprothesenregister
und seine Vorteile für die Patienten berichtet.
Die populäre Website "MedKnowledge"
listet zahlreiche Kliniken auf, die sich auf die Durchführung von Totalendoprothesen
des Hüft, Knie- und Schultergelenks
spezialisiert haben:
Die Endoprothesen-Technik
hat sich in den vergangenen Jahren ständig verbessert. Zementfreie
Implantationen - gelegentlich sogar roboter- oder navigationsgesteuert
- gehören heute auch in den meisten europäischen Ländern zu den Routine-Eingriffen.
Allein in Deutschland werden jährlich weit mehr als 200.000 künstliche
Hüftgelenke eingepflanzt. Mittlerweile ist auch die Implantation von
Kniegelenks-Endoprothesen
zu einem an vielen Kliniken
üblichen Routineeingriff geworden. Das A und O des Operationserfolgs
ist natürlich das passgenaue Einbringen der aus Metall-
und High-Tech-Kunststoffkomponenten bestehenden Endoprothesen. Nur
der feste Sitz einer Endoprothese kann auf Dauer die erforderliche Stabilität
erzielen und eine gute Einheilung garantieren. In der überwiegenden Mehrzahl
der Fälle heilen die Endoprothesen komplikationslos ein und bleiben viele
Jahre funktionsfähig. Das gilt auch für die zementfreie Implantation.
Die Operationen können daher mittlerweile rundweg empfohlen werden. Wie
ein jüngst durchgeführte Analyse zeigt, machen einzementierte Totalendoprothesen
Nachoperationen nur selten erforderlich. Nach und nach setzen sich auch minimal-invasive
Operationstechniken durch, bei denen der anteriore Zugriff (operativer
Zugriff von vorn) auf das arthrotisch veränderte Hüftgelenk besonders
beliebt ist. Bei den minimal-invasiven
OP-Techniken kommt es zu einem geringeren Blutverlust. Eine Durchtrennung
der Muskulatur kann vermieden werden und die Belastung des operierten
Gelenks ist daher oft schon am Tag der Operation möglich.